Erinnerungen an Kiew und die Ukraine

Wie alles begann .…

Eines Tages, vor über 20 Jah­ren, erklär­ten wir, mei­ne dama­li­ge Frau und ich, uns bereit, nach der Tscher­no­byl-Kata­stro­phe, drei Kin­der aus der ver­strahl­ten Regi­on um Tscher­no­byl bei uns für 3 Wochen zur Erho­lung auf­zu­neh­men.
Nach einer 2‑tägigen Fahrt mit Bus­sen kamen die Kin­der bei uns an und wur­den von uns in unse­rem Haus herz­lich auf­ge­nom­men. Wir unter­nah­men viel mit ihnen, besuch­ten Schwimm­bä­der, erkun­de­ten die nahe und wei­te­re Umge­bung, spiel­ten viel zusam­men mit unse­rem Hund.
Die drei Wochen ver­gin­gen wie im Flug.

Zur glei­chen Zeit orga­ni­sier­te ich eine Paket­ak­ti­on für Men­schen aus der Ukrai­ne in mei­ner dama­li­gen Schu­le in Unter­kö­blitz.
2,1 Tonen an Grund­nah­rungs­mit­teln, Kos­me­ti­ka, Spiel­sa­chen, und vie­les mehr, konn­ten wir mit unse­ren Schü­lern sam­meln, ver­pa­cken und schließ­lich einem Hilfs­kon­voi in die Ukrai­ne übergeben.

In jedem Paket war ein Gruß von unse­rer Schu­le oder der Klas­se.
So sand­te uns bald eine Frau aus Kiew einen lie­ben Brief. Ich nahm mit ihr Kon­takt auf und lern­te so lang­sam ihre Ver­wand­ten und ihr Umfeld kennen.

Die Eltern der drei Kin­der luden mich und mei­ne dama­li­ge Frau nach Minsk zu sich ein. Die­se Ein­la­dung nah­men wir sehr erfreut an.